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Artikel: Die Freude, die Tasche zu wechseln!

Laukun vaihdon ihanuus!
Businesslaukku

Die Freude, die Tasche zu wechseln!

Schon an der Haustür zittere ich vor Aufregung. Schnell ziehe ich die Schuhe aus und schiebe sie zu einem kleineren Haufen beiseite. Ich schaue kurz den Poststapel durch, nichts Wichtiges oder Dringendes, zum Glück! Ich eile mit meiner Handtasche und der neuen Umhängetasche in der Papiertüte zum Sofa.

Was ist alles in der alten Tasche, was sollte man behalten und was nicht in die neue einlagern? Ganz oben sind das Telefon und ein Sonnenbrillenetui. Wie lange braucht man wohl noch Sonnenbrillen... August ist schon weit fortgeschritten. Hmm, die dürfen noch mit.

Dann die Kosmetiktasche. Darin ist all der notwendige Kleinkram, das fange ich jetzt nicht an zu durchsuchen. Sicherlich sind da ausgefranste Wattestäbchen und stiftlose Kajalstifte dabei, aber das kann warten. Jetzt kümmern wir uns um die großen Dinge!

Geldbörse. Darin sind Essensbons, Mitgliedskarten, Bankkontonummern, Fotos... also alles außer Geld. Aber ohne geht es auch nicht, also bleibt das.

Ich bin eine Nutzerin des traditionellen Buchkalenders. In den Telefonkalender trage ich nur Ereignisse ein, die eine Erinnerung erfordern. In den Papierkalender schreibe ich Notizen aus meinem Arbeits- und Privatleben. Der kommt auf jeden Fall mit. Dann die Kaugummipackung, einfach rein!

Auch die Kulturtasche besteht die Prüfung. Darin sind Hygieneartikel, ein kleines Händedesinfektionsmittel und ein paar Einweg-Gesichtsmasken. Man brauchte sie seit Monaten nicht mehr, aber egal, sie nehmen ja nicht viel Platz weg.

Stifte, Stifte und noch mehr Stifte! Also, wie viele Stifte sind hier wirklich drin? Eins... zwei... fünf! Meine Güte, nimmt man die wirklich immer mit, wenn sie irgendwo angeboten werden? Aus Hotelzimmern (besonders wenn sie leicht zu schreiben sind), von Schulungen und woher auch immer. Es muss ein Reflex sein, anders kann ich diese Menge nicht erklären. Ganz sicher war nur ein Stift drin, als ich diese Tasche in Gebrauch nahm.

Was ist denn hier am Boden? Etwas Hartes... igitt, Pastillen. Einige zusammengeklebt und klebrig, andere noch hart und glatt. Ich schnüffle und stecke mir eine in den Mund, mhm mhm, ist noch gute Ware. Der Atem wird auch frischer mit der Minze.

Ich drehe die Tasche auf links und schüttele sie aus. Auf den Boden rieseln Einkaufszettel und Quittungen, Bonbonpapiere und abgelaufene Visitenkarten. Benutzte Taschentücher schweben in der Luft, leider kein einziges intaktes Paket mehr. Dann rascheln weitere Minzpastillen und ein Lipgloss, der ewig verschwunden war, aber jetzt nicht mehr!

Jetzt beginnt der beste Teil, nämlich das Einräumen der Dinge in die neue Tasche. Ich habe tagsüber eine ganze Weile im Laden verbracht und alle etwa fünfzig verschiedenen Hand- und Umhängetaschen, Shopper und Rucksäcke durchprobiert, um herauszufinden, welche meine Bedürfnisse am besten erfüllen würde. Oder welche einfach meine Seele berührte.

 

Raitapuseroinen nainen ihastelee Utuan olkalaukkujen värivalikoimaa.

 

Ich habe mich für die lässige Roihu entschieden. Dann stand ich vor einem Problem... Was! Eine riesige Auswahl an Farben! Ich stand vor dem Spiegel im Laden mit meiner Lieblingsjacke an und probierte abwechselnd alle Farben aus. Ich wählte Weinrot. Ich deute jetzt nichts über meine Trinkgewohnheiten an, aber die Farbe passte so gut zu meiner moosgrünen Parka. Und ein Lippenstift im gleichen Farbton kommt auch auf die Einkaufsliste.

Die Roihu hat genug Fächer für alles. Meine Sachen finden logische Plätze und es bleibt noch Platz für eine eventuelle Strickjacke, einen kleinen Regenschirm, eine Wasserflasche, einen kleinen Laptop und alles andere, was ab und zu benötigt wird. Ich drehe die Tasche und betrachte sie von allen Seiten, überglücklich. Ich bin zufrieden mit meiner Wahl.

Utuan Roihu-laukku viininpunaisena

 

Die alte Tasche lege ich in den Schrank zu den anderen. Da sind reichlich davon, aus Jahrzehnten, einige haben ihre besten Tage schon hinter sich. Sie waren von Anfang an nicht von hoher Qualität und hängen abgenutzt in den Regalen. Ich beschließe, nur noch Qualität zu kaufen. Ich möchte, dass meine Taschen die Zeit überdauern. Ich pflege sie liebevoll und benutze sie mit Zuneigung. Dann wechsle ich sie gelegentlich nach Bedarf und begrüße die Tasche wie eine alte Freundin: Schön, dich wiederzusehen!

-Merja Hammar-

Die Autorin kam Anfang August als Verkaufs- und Marketingkoordinatorin zu Utua und ist vom Duft echten Leders und dem Gefühl der pflanzlich gegerbten Oberfläche berauscht.

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